Dr. Weigen Liang, Etix CTO

  • Nr. 1 Absolvent der Universitäten Peking und North Caroline State
  • Doktortitel in Physik,Chemie und Informatik
  • gehört zu den angesehensten Softwareentwicklern der Branche
  • verheiratet, 3 Kinder

Weigen, Sie waren Nr. 1 Student in Ihrem Jahrgang. Wie lernten Sie Etix kennen?
Mein erster Kontakt mit etix.com war filmreif. Großraumbüro. Uralte, zusammengewürfelte Arbeitsplätze – Campingliegen mit Schlafsäcken – Tischtennisplatten. Cola- und Bier-Vorräte, 1000 leere Pizzaschachteln. Eine Truppe aus Querdenkern und Querulanten.
Aber ich sah ihre Entschlossenheit etwas völlig Neues zu entwickeln – und sie gaben mir die Chance dabei zu sein.

Was völlig Neues?
Der Plan, das System ausschließlich über den Internetbrowser zur Verfügung zu stellen war damals revolutionär. Der Service sollte PrintAtHome Ticketing sowie eine integrierte elektronische Zutrittskontrolle bieten. Heute nennt man das „CLOUD“ und die Skeptiker von 2001 wurden zu Fans dieses Konzepts.

Die Vertriebskollegen behaupten: Sie beherrschen die „Kunst NEIN zu sagen“?
Weigen Liang: (lacht) Ja, das stimmt. Und das fällt nicht immer leicht. Wir haben einen genauen Plan mit der Software. Die Wünsche unserer Kunden haben hohe Priorität. Über allem steht jedoch die Schnelligkeit und Skalierbarkeit des Gesamtsystems. Kollegen anderer Ticketplattformen haben mit dem Wust an unsinnigen Funktionen zu kämpfen. Die Systeme sind überladen und dadurch langsam und schlecht zu warten. Etix ist eine Ticketplattform, unkompliziert, schnell und hochverfügbar. Damit das so bleibt, hört man ab und an ein NEIN von mir.

Was waren denn die aufregendsten Momente der letzten 15 Jahre?
Oh, da gab es viele. Ticketing ist Livegeschäft und deshalb fast immer aufregend.
In Erinnerung geblieben ist der erste Formel 1 Grand Prix in Shanghai. 220.000 Sitzplätze, 140 Eingangsschleusen. Wir konnten vorher nicht testen, ob unsere elektronische Zutrittskontrolle das bewältigt.
Spannend war auch der gemeinsame Verkaufsstart der Tourneen von Bruce Springsteen und Elton John mit der Biathlon WM in Ruhpolding. Da tummelten sich teilweise mehr als 400.000 User gleichzig auf unseren Servern.

Ging alles gut?
Ja, und das macht uns sehr stolz. Die riesigen Investitionen der letzten Jahre in unsere Infrastruktur haben sich gelohnt. ORACLE Enterprise Datenbanken und SUN Server der neuesten Generation sind nun mal nicht für kleines Geld zu haben.

Was hat sich seit Ihrer Anfangszeit geändert?
Meine Abteilung ist von 4 auf 35 Softwareentwicklern angewachsen und das System produziert statt 200.000 Tickets jetzt über 50 Mio. Tickets pro Jahr.

Welche Ziele haben Sie für die nächsten Jahre?
Oh, es gibt viel zu tun. Stillstand ist Rückschritt. Nach der Google Analytics Integration richten sich unsere Entwicklungen auf den Ausbau unserer Services für mobile Endgeräte, Smartphone Apps und papierloses Ticketing. Wir sind hochmotiviert.

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